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Ich konnte mich von nun an frei- und relativ unbeschwert bewegen. Das tat mir unendlich gut. Ich konnte mich auf jede Phase der Geburt ganz bewusst einlassen und sie erleben. Zuerst waren wir die meiste Zeit allein, Stephanie hatte sich zurückgezogen, was es mir ermöglichte, mich voll auf die Wehen und die Erholungsphasen dazwischen zu konzentrieren. Als es dann mit der Geburt nicht mehr so recht vorwärts ging, wurde ich -etwas widerwillig- von Stephanie und Claudia, die nun auch dazugekommen war, in die Badewanne gesteckt. Diese Entscheidung war dann auch goldrichtig, denn nun kamen die Wehen bedeutend stärker und schneller hintereinander. Ein homöopathisches Mittel tat seinen Dienst und als ich wieder aus der Wanne stieg, dauerte es nur noch einige Presswehen, bis unsere Tochter herausschlüpfte.

Da lag sie nun ganz geschafft unter mir - ich hatte im Vierfüsslerstand geboren - und nach dem Auspulsieren der Nabelschnur durchschnitt ich das ”Band”, das uns so lange zusammenhielt. Inzwischen war es schon nach 8.00 Uhr morgens und die Sonne schien hell in die vielen Fenster. Es war warm und immer noch still. Eine stille Zufriedenheit auf allen Seiten. Stephanie versorgte uns drei in aller Ruhe und zum Mittagessen holte uns unsere kleine grosse Tochter ab. Die Geburt der kleinen Edith hat sich bei mir als wunderschönes Erlebnis eingeprägt. Das macht Lust auf mehr Kinder! Ein großes Lob an den ”Apfelbaum” und seine Hebammen!

 

Sibylle

 

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